Die Web-Fluchtgründe 4
zeigen uns weitere Folterwerkzeuge der Online-Sadisten. Nähern wir uns dem Unerträglichen und peinigen wir uns mit der Frage:
Warum Webleser Reißaus nehmen?
... aufgrund der herrschenden Sachlage und unter Abwägung der hieraus resultierenden Ergebnisse ist dafür Sorge zu tragen ...
... betreffs der Internetlektüre bitten wir um Kontaktierung hinsichtlich unumgänglicher Maßnahmen ...
... den im Netzwerk befindlichen Teilnehmern obliegt es, unabdingbar für die Netzwerksicherheit Sorge zu tragen ...
Muss sich hier jemand beweisen oder kann er nicht anders? Egal, das Ergebnis bleibt gleich: Bedürfnisse des Lesers werden nicht angesprochen und erst recht nicht befriedigt.
Gestelzt, verschroben und verdreht. Bevor auch wir eingestaubt werden: Kurz geschüttelt und
nichts wie weg!
Den Amtsschimmel lassen wir vor der Tür. Wir schreiben klar und verständlich. Und: Die Bedürfnisse der Leser werden berücksichtigt.
... wir waren bemüht, Ihnen den Internetaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten ...
... wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Internetauftritt bald wieder beehren ...
... wir begrüßen Sie aus vollem Herzen und wünschen Ihnen alles erdenklich Gute ..
Hier wurde ein Brikett zuviel aufgelegt: Darunter leidet die Glaubwürdigkeit.
Das wird heutzutage keinem mehr abgenommen. Deswegen: Bedürfnisse des Lesers werden nicht angesprochen und erst recht nicht befriedigt.
Verkehrte Welt: Der Betrachter fühlt sich verschaukelt und nicht ernst genommen: Die Bedürfnisse des Leser können dadurch angegriffen werden.
Um nicht im zähen Online-Schleim zu versinken, lautet das Überlebensrezept:
Nichts wie weg!
und Webmaster ratlos zurücklässt
Gute Onlinetexte
treffen die emotionale Ebene ihrer Leser